Wenn du nach neun Spieltagen zwölf Punkte Vorsprung auf den Zweiten hast, dann machst du derzeit mehr richtig als falsch
. Was die EG Diez-Limburg aber phasenweise mit dem Meister aus Herford anstellte, war dann doch noch ein bisschen beeindruckender als jede Statistik. Denn es gab Phasen, in denen der Meister bei der gleichen Anzahl an Spielern auf dem Eis minutenlang nicht aus dem eigenen Drittel herauskam. Die Rockets haben beim 5:2 (1:0, 2:1, 2:1)-Heimsieg gegen Herford einmal mehr ihre derzeitige Ausnahmestellung in der Liga unter Beweis gestellt. Denn unter dem Strich waren die Gäste mit diesem Ergebnis noch gut bedient.
 
Im ersten Drittel war die Partie zunächst über weite Strecken ausgeglichen. Es gab Chancen auf beiden Seiten, aber den einen genialen Moment gab es nur auf Seiten der Raketen: Nils Krämer spielte einen Traumpass auf Kevin Lavallee, der im Alleingang an Kieren Vogel vorbei zur 1:0-Führung traf (13.).
 
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„Wir sind sehr gut gestartet und hätten nach dem ersten Drittel führen können“, fand Herfords Trainer Jeff Job. Sein Gegenüber Frank Petrozza verteilte hingegen Lob - auch für diese frühe Phase des Spiels: „Großes Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben diese Woche wegen einer Grippewelle kaum trainieren können. Ich wusste, dass uns am Anfang ein bisschen die Energie fehlen würde. Aber wir haben das sehr gut gemacht und sind dann auch immer stärker geworden.“
 
Bemerkbar machte sich das im zweiten Drittel in diversen „Powerplay“-Situationen, ohne dass ein Gegner auf der Strafbank saß. Die Rockets mussten auf den derzeit in Topform befindlichen Tobias Schwab verzichten, die Ice Dragons auf den in Topform befindlichen Killian Hutt. Die Gastgeber wussten den Ausfall besser zu kompensieren und spielten sich, auch wenn die Reihen erneut durchgemischt wurden, deutliche Vorteile auf dem Eis heraus. „Wenn es nach dem zweiten Drittel 5:1 steht, dann wäre das auch in Ordnung gewesen“, gab Petrozza später zu Protokoll.
 
Tatsächlich stand es nach 40 Minuten 3:1 für die Gastgeber: Gleich zwei Mal hatte Alexander Seifert für die Rockets getroffen (24., 26.), einmal davon in Überzahl. „Du kannst nicht erwarten, wenn du einer so starken Powerplay-Mannschaft wie Diez diese Situationen gibst, dass sie dann kein Tor schießen“, sagte Job.
 
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Im letzten Abschnitt ließen die Gastgeber keinen Zweifel daran aufkommen, wer das Eis als Sieger verlassen würde: Konstantin Firsanov (46.) in Überzahl und Pierre Wex nach starker Einzelleistung (56.) schossen die verdiente 5:1-Führung heraus. Einziges Ärgernis: Herfords Berezovskij verkürzte vier Sekunden vor dem Ende noch auf 2:5.
 
„Diez hat sehr gut gespielt, aber wenn wir es schaffen, besser in der Abwehr zu spielen, dann gibt es am Sonntag ein anderes Ergebnis“, sagte der Gästetrainer mit Blick auf das Wiedersehen am Sonntag in Herford. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel heute“, sagte Petrozza. „Sonntag wird ein neues und anderes Spiel. Aber wir fahren mit breiter Brust dort hin und wollen die Punkte mitnehmen.“
 
EG Diez-Limburg: Guryca (Stenger) - Seifert, Wex, Naumann, Günther, Krämer - Piwowarczyk, Maier, Mainzer, Jimenez, Bruch, Firsanov, Lademann, Lavallee, Reed, Grund, Luft.
Schiedsrichter: Marc Stromberg.
Zuschauer: 347.
Tore: 1:0 Kevin Lavallee (13.), 1:1 Fabian Staudt (21.), 2:1 Alexander Seifert (24., Überzahl), 3:1 Alexander Seifert (26.), 4:1 Konstantin Firsanov (46., Überzahl), 5:1 Pierre Sex (56.), 5:2 Ulib Berezovskij.
Strafen: Diez-Limburg 6, Herford 10.
Der Ausblick:
Sonntag, 18 Uhr: Herford vs EGDL
Freitag, 20.30 Uhr: EGDL vs Leuven (Inter-Regio-Cup)

 

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